Chekkers geistige Ergüsse

Von der Suche nach Ordnung meiner geistigen Ergüsse lebt dieser Blog.


Donnerstag, Juli 09, 2009

Hüftgold

Ich liebe dieses Wort, weil es mit einem netten Begriff das umschreibt, was viele Leute ärgert. Und nun hat der Begriff Hüftgold seinen Einzug in den neuen Duden gefunden. Es sind einige neue Begriffe in die 25. Neuauflage eingeflossen. So findet man dort nun auch das Twittern und das Komasaufen.
Doch so etwas Schönes wie Hüftgold findet man halt nicht überall (außer an meinen Problemzonen ;-) ).
Aber halt: Es gibt noch etwas: Die Gelotologie! Klingt doof, ist aber etwas Schönes: Die Wissenschaft vom Lachen. Und während ich dies hier schreibe, sind beide Dinge voll in Action: Mein Hüftgold schaukelt und die Lachforscher hätten ihre große Freude an mir...

Montag, Juni 29, 2009

Das Faultier - ein gemütlicher Zeitgenosse

Warum wird das Faultier mit so einem gemeinen Namen bedacht? Weil es sich langsam und gemütlich bewegt? In meinen Augen stellt das einen guten Kontrapunkt zu unsere schnellebigen und hektischen Welt dar. Wer wünscht es sich nicht, einfach mal faul abzuhängen und 'den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen'?
Und je länger ich jetzt darüber nachdenke, desto plastischer wird das Bild vor meinen Augen: eine leichte Brise, Blätterrauschen, frisches Obst in greifbarer Nähe - ich liege in meiner Hängematte. Ob mich jetzt noch etwas von einem echten Faultier unterscheidet?
Gleich, wenn das Mobilfon wieder klingelt, ja dann, dann werde ich die Faultiere dieser Welt beneiden...

Wieviel Faultier steckt in Euch? Antwortet mir...

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Donnerstag, Januar 22, 2009

Israelischer Terror: Phosphor Granaten auf besiedelte Gebiete in Gaza

Krieg ist schlimm! Sehr schlimm! In meinen Augen sogar unentschuldbar.
Es gibt keinen Konflikt, der sich nicht auch ohne Gewalt lösen lässt. Und trotzdem schwelen überall auf der Welt Krisenherde, in denen die Kontrahenten glauben, nicht ohne Gewalt auskommen zu können.

"Wer schreit, hat Unrecht. Wer schlägt erst Recht", hat meine Mutter früher immer gesagt. Wer Probleme und Konflikte nicht mit der Sprache lösen kann, befindet sich in meinen Augen auf dem geistigen Niveau eines 4-jährigen Kindes. Das versucht auch, sich durch Aggressivität und Lautstärke durchzusetzen. Weil es in der Sprache noch nicht so weit ausgebildet ist, um sich durchsetzen zu können. Ein Erwachsener sollte das aber können, oder? Nicht umsonst heißt es: "Das Wort ist mächtiger als das Schwert".

Die Israelis scheinen das noch immer nicht begriffen zu haben. Rund 60 Jahre nach der Gründung des Staates Israel, greift man dort lieber zu den Waffen, tötet Menschen, zerstört ganze Landstriche, bringt Hunger und Elend in die Welt und schürt den Hass der arabischen Welt.
Warum nur? Offensichtlich gibt es in Israel niemanden, der das Wort geschickter führt als ferngelenkte Waffen... Ein armes Land!

Doch was mich richtig wütend macht, ist dieses vollkommen sinnlose Morden. Nicht das man gegnerische Kämpfer angreift (das ist an sich schon schlimm genug, aber die müssen damit rechnen), NEIN, man greift lieber die Zivilbevölkerung, Babys, kleine Mädchen, kleine Jungs, schwangere Frauen und alte Menschen an. Welcher abartige Geist steckt in jemandem, der Phosphor-Granaten auf besiedelte Gebiete werfen lässt? Welcher Erfolg lässt sich daraus ziehen, daß man Babys und und Schwangere bei lebendigem Leibe verbrennen lässt? Ich sehe einfach keinen: Die gegnerischen Kämpfer werden dadurch sicher nicht geschwächt. Eher gestärkt, weil der Hass sie noch fanatischer werden lässt...

Jeder kennt das Klagen der Israelis, wenn sich wieder mal ein palästinensischer Selbstmordattentäter auf einem Marktplatz in die Luft gesprengt hat. Auch hier viele zivile und unschuldige Tote und Verletzte. Das ist unentschuldbar. Doch wo ist der Unterschied zu einer Phosphorgranate, die aus einem israelischen Kampfjet auf besiedeltes Gebiet in Palästina geworfen wird? In meinen Augen ist auch das

Mord

und gehört entsprechend geahndet.

Heute ist so ein Tag, an dem ich Tränen im Herzen trage...

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Mittwoch, Januar 14, 2009

Jedem den Seinen

Ein Werbespruch von Tschibo und Esso, die so für eine Tasse Kaffee werben.
Nur ein Werbespruch! (in meinem Augen ein unverständlicher Zungenbrecher, aber das tut hier nichts zur Sache) Wirklich nur ein Werbespruch?

NEIN!

Dem Zentralrat der Juden ist er aufgestoßen. Und warum? Weil ihn die Nazis im Dritten Reich auch gebraucht haben! Upps...
Aber kann das wirklich ein Problem sein? Die Nazis haben nach meiner Kenntnis grundsätzlich die deutsche Sprache gebraucht. Haben wir jetzt ein grundsätzliches Problem?
Nein, denn der Vizepräsident Korn des ZdJ hat es noch etwas präzisiert:
das Plakat sei entweder eine "nicht zu überbietende Geschmacklosigkeit" oder ein Beispiel "totaler Geschichtsunkenntnis".
Geschichtsunkenntnis, weil auch über dem Konzentrationslager Buchenwald der Spruch "Jedem das Seine" geprangt hat.
Und das haben die Werber bei Kreation dieses Spruches wohl nicht bedacht. Der Fehler wiegt so schwer, daß Esso und Tschibo sich dazu entschlossen haben, die Werbekampagne einzustampfen.
Man mag sich garnicht vorstellen, was noch alles so in der deutschen Sprache eliminiert werden muß, wenn der ZdJ sich weiter an solchem Schwachsinn festhält.
Aber bevor der ZdJ dies hier als Aufforderung ansieht sich noch intensiver mit der Thematik zu beschäftigen: Erst recherchieren und dann losbrüllen!
Denn die totale Geschichtsunkenntnis scheint auf Seiten des Herrn Korn zu liegen. Suum cuique (lat. für „Jedem das Seine“) geht als Aussage auf den griechischen Philosophen Platon zurück. Der gebrauchte diesen Begriff bereits in seiner Schrift "Politeia"(verfasst ca 370 v. Chr.) und auch heute noch ist der Begriff einer der klassischen Grundsätze des Rechts.
Das auch Cicero, Kaiser Justinian und andere den Begriff in den letzten tausenden Jahren benutzt haben, scheint Herrn Korn auch noch nicht aufgefallen zu sein. Aber wahrscheinlich interessiert es ihn auch nicht so sehr, weil man diesen Gelehrten nicht so richtig antijüdisches Gedankengut vorwerfen kann...

Herr Korn: Lesen bildet!

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Montag, Januar 05, 2009

Winter am Niederrhein

Seit Freitag wußte es jeder hier in der Gegend. In der Nacht von Sonntag auf Montag sollte es bei uns kräftig schneien. Mit 15cm Neuschnee wurde gerechnet und das bedeutet in unseren Breitengraden eine Menge!
Da der Termin des Schneefalles so lange vorher bekannt war, konnte man sich gut darauf vorbereiten: Früher Aufstehen um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen, den Schlitten noch einmal schnell entrostet und wieder tauglich gemacht, die dicken Handschuhe aus der hintersten Schublade geholt - halt alles, was der Flachländer so unternimmt, wenn ein paar Schneeflocken angesagt sind...

Nur einen hat es wieder einmal vollkommen unerwartet getroffen: Den Winterdienst der Straßenbehörden.
Morgens um Sieben war von den Räumdiensten selbst auf den Hauptverkehrsadern nichts zu sehen. Ich vermute, sie mussten erstmal ihre Fahrzeuge freischaufeln...
Aber danach muß noch etwas wirklich Wichtiges dazwischen gekommen sein. Was es war war, kann ich mir leider überhaupt nicht vorstellen. Es muß jedoch so wichtig gewesen sein, daß man es nicht mal bis 18:00 Uhr abends fertig gebracht hat zumindest die Hauptstrassen zu räumen.
Was haben die den ganzen Tag gemacht? Ne Schneeballschlacht?

Aber wehe dem Hausbesitzer, der bis morgens um sieben nicht 'seinen' Gehweg geschaufelt, gekehrt und gesplittet hat. Ihn trifft dann die ganze Härte des Gesetzes.

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Montag, Dezember 22, 2008

Leider viel zu selten...

... komme ich dazu, hier etwas zu posten.
Das ich aber offensichtlich nicht der einzige bin, konnte ich gerade im Blog von Charlie's Tante lesen. Ein beruhigendes Gefühl. So beruhigend, daß ich dem Charlie seiner Tante gleich einen Link in meiner Roll spendiert habe.

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Dienstag, Juni 24, 2008

Urlaub auf dem Bauernhof

Eine Woche Erholung...
Hach, war das schön.
Vor knapp drei Wochen kam meine Frau zu mir und erzählte, daß sie sich eine Woche Urlaub genommen hat. Und natürlich kam auch gleich die Frage: Was machen wir dann? So ist sie, die beste Ehefrau von allen: Sie nimmt sich Urlaub und ich darf mich dann um die Tagesplanung kümmern...
Und noch schlimmer: Ich habe nicht nur eine Frau zuhause, nein, auch noch die beste kleine Tochter, die man sich vorstellen kann.
Und denen muß ich beiden gerecht werden, wenn ich Urlaub planen will. Also wie immer: Ins Internet und nach Möglichkeiten gesucht. Und dort sprang es mir dann ins Auge: Urlaub auf dem Bauernhof! Warum eigentlich nicht? Meine Tochter wird sich freuen, weil sie den ganzen Tag um das Viehzeug (insbesondere die Pferde) herumschwänzeln kann und meine Frau kann ein wenig die Seele baumeln lassen.
Also kurz den Familienrat einberufen (ich bin natürlich nicht stimmberechtigt), und wenig später stand die Entscheidung. Nach kurzer Internetrecherche und ein bis zwei Telefonaten stand auch das Ziel unseres Bauernhofurlaubs fest.
Vor gut einer Woche sind wir also los. Den Kombi bis unters Dach (das braucht man wirklich alles innerhalb einer Woche beteuerte meine Frau) vollgepackt und ab auf die Autobahn. Nach dreieinhalb Stunden entspannter Fahrt (Die "Sind wir schon da"-Rufe meiner Tochter mal ausgeblendet) war das Ziel auch schon erreicht.

Und ehrlich: es war eine schöne Woche. Entspannt, relaxt und gut erholt innerhalb weniger Tage, das geht wohl nur auf einem Bauernhof.

Für uns steht schon fest: Wir machen wieder mal Urlaub auf dem Bauernhof.