Dienstag, Februar 07, 2006

Dänemark und Mohamed

Was soll das Alles? Jeder baut Mist aber keiner gibt es richtig zu?
Eine Zeitungsredaktion, die mehr oder minder planlos, eine (angeblich) lustige Karikaturenreihe auf den Markt werfen will und sich vorher keine Gedanken macht, was sie denn wirklich tut. Einige Karikaturisten, die sich keine Gedanken darüber machen, was sie nun eigentlich darstellen wollen.
1,3 Mrd. Moslems in der Welt fällt erst nach ca. 5 Monaten auf, daß das alles gegen den Islam spricht und die sich dann heute durch Brandschatzen und Morddrohungen Gehör verschaffen?

Und jetzt stehen wir vor dem "Kampf der Kulturen"? Einem 3. Weltkrieg?

Sorry Leute, aber so geht es nicht. Die einen sollen zugeben, daß sie sich böse in der Wahl ihrer journalistischen Mittel vergriffen haben. Denn nicht alles ist durch die Pressefreiheit abgesegnet.
Und die anderen müssen zugeben, daß auch sie nicht ganz fehlerfrei sind und müssen die Fähigkeit erlernen anderen Vergeben zu können.
Ich kann mich nicht daran erinnern, daß Mohamed für Alles und Jedes Vergeltung gepredigt hat.

Liebe Redaktion des Jyllands-Posten: Bitte entschuldigt Euch richtig und gelobt Besserung.

Liebe Moslems: Hinterfragt Eure Reaktionen auf den Fehler der Jyllands-Posten und fragt Euch wie Mohamed gehandelt hätte.

Liebe Welt: Stoppt diesen Schwachsinn!

Kommentare:

Churchill hat gesagt…

Die Pressefreiheit ist gerade dazu da, daß man das veröffentlichen darf, was anderen nicht paßt.
Das heißt, gerade Religionskritik ist von der Pressefreiheit abgesegnet!

Es ist nicht der Fehler der Presse, die Pressefreiheit zu nutzen.
Dafür ist sie da, in maximaler Weise genutzt zu werden.
Sie ist nicht dafür geschaffen, vorsichtig oder gar nicht genutzt zu werden.

Vielmehr ist dies ein Konflikt zwischen irrationalen Postulaten (Mohammed und seine Religion darf nicht kritisiert werden) und der Aufklärung (Alles darf nicht nur, sondern alles MUSS kritisiert werden!).

Man soll dem Opfer nicht die Schuld für die Tat geben. Das wäre unsinnig. Die tragen allein die Täter. Und Zurückweichen hätte auch keinen Zweck. Es ist nur ein Anlaß für sie, sie finden problemlos andere. Am Ende zünden sie dann Botschaften an, weil deutsche Frauen unverschleiert auf die Straße gehen! Denn auch das verletzt ihre religiösen Gefühle. Das ist aber kein rationales Kriterium, auf das wir Rücksicht nehmen dürfen. Täten wir es, müßten wir alle Mohammedaner werden, denn es ist das Ziel ihrer Religion, daß alle Menschen im Islam vereint sind. Und daß dies nicht der Fall ist, beleidigt ihre religiösen Gefühle.

Nein. Man löst einen Konflikt niemals, indem man seine eigene Position aufgibt, wie du vorschlägt, sondern indem man den Konflikt aussteht. Appeasement ist der falsche Weg gegenüber intoleranten Terroristen, die Botschaften anzünden. Die Aufklärung kann nur siegen, indem sie für ihre Sache kämpft, nicht indem sie immer weiter zurückweicht.

Übrigens zur Frage, wie hätte Mohammed gehandelt: Mohammed hätte die Ungläubigen angegriffen und getötet, wie er es viele Male in seinen Religionskriegen getan hat. Mohammed war kein Jesus, er hat als Krieger und Feldherr den Ungläubigen seine Religion mit dem Schwert aufgezwungen.

Chekker´s hat gesagt…

Hallo Churchill,

die Pressefreiheit ist aber auch kein Schwert. Sie darf in meinen Augen nicht verletzen.
Pressefreiheit bedeutet auch Verantwortung, die hier offensichtlich nicht getragen wurde.

Du unterscheidest in Opfer und Täter, und hast offensichtlich für Dich eine klare Trennungslinie gefunden. Ich sehe diese Trennung nicht so deutlich. In meinen Augen haben beide Seiten schwere Schuld auf sich geladen.

Du schreibst, daß man einen Konflikt nicht dadurch löst, daß man seine Position aufgibt. Das harren auf Positionen wird aber auch keine Lösung bringen sondern bestenfalls Gewinner und Verlierer. Daß das noch nie zur Einigung geführt hat, beweist uns doch die Geschichte.

Die - recht hypothetische - Frage, wie Mohammed gehandelt hätte, beantwortest Du in meinen Augen auch zu schuldlastig. Auch die Christianisierung ist mit Schwertern, Äxten, der Folter und der Inquisition vorangetrieben worden.

"Wer von Euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein"

Churchill hat gesagt…

Hallo, Chekker!

Nun, ich bin gerade der Meinung, die Pressefreiheit muß und soll ein Schwert sein. Ein Schwert gegen Mißstände und Übel. ich erinnere dich an Zolas "J'accuse" oder die Watergateaffaire. Das waren zweifellos Artikel, die man mit der Wirkung eines Schwertes vbergleichen kann und sie haben eine wohltätige Wirkung ausgeübt. Frankreich hat sich damals vom Antisemitismus selbst weitgehend gereinigt.

Nun zur Trennungslinie zwischen Täter und Opfer. Man darf nie dem Opfer die Schuld an der Tat geben mit dem Argument, es habe sie irgendwie provoziert. Die Tat liegt immer allein in der Verantwortung des Täters, denn er hat sie freiwillig begangen und hätte sie jederzeit unterlassen können.
Natürlich kann man sagen, die Greisin hat den Handtaschenraub provoziert, weil sie eine Handtasche trug. Aber so geht das nicht. Damit kann man alles rechtfertigen. Dann kann man auch sagen, Frauen provozieren ihre Vergewaltigung, weil sie keine Burka tragen.

Manche Konflikte kann man durch Gespräche lösen; wenn jedoch einer der Kontrahenten komplett irrational ist, wie hier, dann kann man das nicht. Dann kann man nur für das Recht kämpfen oder sich unterwerfen. Ich bin der Meinung, man sollte kämpfen und die Welt nicht den Taliban und Al Quaida überlassen.

Und zur Frage, was Mohammed getan hätte, diese Frage hast du ja gestellt, ich habe sie nur beantwortet. Inhaltlich dürfte ich mit meiner Antwort richtig liegen. Deshalb teile ich nicht den Nachfolgern von Mohammed irgendeine Schuld zu - ich hab nur die Frage beantwortet. Die war ja von dir. :-)

Insgesamt sehe ich an deiner Haltung die Äquidistanz als problematisch an - damit kommt man einerseits nicht weiter und andererseits ist sie auch den Opfern gegenüber ungerecht. Denn nicht Partei zu nehmen, ist kein gerechtes Urteil. Brandschatzung und Mord können niemals gerechtfertigt werden durch irgendwelche Zeichnungen. Hier muß man eindeutig Stellung beziehen. Und das kann nicht für die Mörder sein. Letztenendes haben sie doch die Aussage der Karikaturen durch ihr Verhalten genau bestätigt, nämlich daß Mohammed und viele seiner Anhänger Mörder und Terroristen sind. Also war es die Wahrheit und die Wahrheit soll auch gesagt werden. Einen Mörder soll man auch Mörder nennen und Mohammed war ein Mörder. Denn er hat diejenigen, die ihn nicht als Propheten anerkannten, ermordet.

P.S. Übrigens kann ich standardmäßig keine Kommentare hier schreiben. Das Formular wechselt immer zwischen "Erforderliches Feld - muss ausgefüllt werden" und "Geben Sie die Buchstaben aus dem Bild ein." Ich muß jedesmal einen neune Google-Account erstellen, um posten zu können und nur wenn ich dann weiterschlate, kann ich was posten. Das kann es ja wohl nicht sein. Das solltest du mal überprüfen.

Chekker´s hat gesagt…

Hallo Churchill,

jetzt fährst Du aber schweres Geschütz auf. Gerade der von Dir zitierte Brief "J'accuse" ist doch ein Zeichen dafür, was unbedachter Journalismus anrichten kann. In diesem Fall hat er eine ganze Nation entzweit (Dreyfusianer und andere). Und wenn mich meine Geschichtskenntnisse nicht ganz verlassen, war gerade der nationalistische Kader für seinen Antisemitismus bekannt.
Diese Spaltung einer Nation ist in meinen Augen nicht wirklich wohltätig.

Ich habe auch nie den Opfern eine Schuld gegeben. Ich habe nur gefragt, wer denn hier Opfer und wer Täter ist. Sind für Dich die Mohammedaner ausschließlich Täter? Oder waren sie nicht auch Opfer eines journalistischen Angriffs, der in ihren Augen stark ehrverletzend war?
Deshalb passen auch die beiden von Dir gebrachten Beispiele in meinen Augen nicht, weil es hier eben keine klaren Täter und Opfer gibt.
Darüber hinaus ist die Vergewaltigung im Islam eines der schwersten Vergehen, unabhängig ob die Frau Burka trägt oder nicht, und wird in vielen islamischen Ländern noch mit dem Tode geurteilt.

Der Begriff der Äquidistanz ist mir nur aus der Mathematik bekannt. Ich vermute Du meinst an dieser Stelle damit, daß ich einen Mittelweg suche, den Du für falsch hälst.
In genau dieser Thematik kann ich aber für keine der Parteien vorbehaltlos Zustimmung finden. Ich erkenne keine klaren Opfer und auch keine klaren Täter. Wie sollte ich mir anmassen in dieser Situation zu richten?
Deine Aussage, daß viele Anhänger Mohammeds Terroristen und Mörder sind, ist doch wohl sehr weit hergeholt. Ich halte sie auch schlichtweg für falsch. Genausowenig wie alle Deutschen im 3. Reich Nazis waren, sind alle Mohammedaner agressive Taliban oder Symphatisanten der Al Quaida.

Und auch die Frage, ob Mohammed bei der Verbreitung seines Glaubens den richtigen Weg gegangen ist, stellt sich hier letzendlich nicht. Ich habe ja bereits in meinem letzten Post auf die fragwürdigen Methoden bei der Verbreitung des Christentums hingewiesen.

Zu Deinem Problem hier zu posten: Ich habe gerade verschiedene Einstellungen geprüft. Dein Problem kann ich leider nicht rekonstruieren und damit auch nicht lösen. Um hier posten zu können, musst Du einen Google-Account haben und dann kannst Du auch Deine Postings hier absetzen.
Vielleicht war es ja nur ein verübergehender Bug in der Software.

Churchill hat gesagt…

Nun, Äquidistanz bedeutet gerade, immer gleiche Distanz zu beiden Parteien zu halten, gleich wer im Recht ist. Mit dieser Haltung tut man einer Partei unrecht, nämlich der, die im Recht ist.

Eine Spaltung der Nation ist gut, wenn das, was daraus erwächst, gut ist. Das Schlechteste, was man tun kann, ist immer, Konflikte unter den Teppich zu kehren. Denn sie werden noch stärker und gefährlicher wieder auftauchen. Der Ausgang der Dreyfusaffaire war ein erfreulicher, da Frankreich sich darin selbst vom Antisemitismus gereinigt hat. Deustchland hatte keine Dreyfusaffaire und hat sich nicht gereinigt, was daraus entstanden ist, haben wir gesehen.

Wenn jemand Ziel der gesetzlichen Ausübung eines Rechtes, hier der Pressefreiheit wird, kann er nicht als Opfer im gesetzlichen Sinne angesehen werden. Wenn er dennoch meint, er wäre in irgendeiner Weise Opfer geworden, steht ihm der Rechtsweg offen. Was ihm nicht offensteht, ist die Anwendung von Gewalt. Damit verstößt er gegen das Gesetz und das muß bestraft werden. Derjenige, der die Pressefreiheit benutzt hat, hat nicht gegen das Gesetz verstoßen.

Taten der einen (Christen) rechtfertigen in keiner Weise die Taten anderer (Mohammedaner). Umso weniger, als die entsprechenden Taten der Christen schon viele Hunderte Jahre zurückliegen, die der Mohammedaner aber nicht.

Zum Urteilen berechtigt, bist du schon, weil du denken kannst. Also steht dir ein Urteil zu, wie auch jedem anderen, der denkt.

Insgesamt finde ich deine Denkweise bei weitem zu wenig scharfsinnig. Du wünscht den Konflikt zu vertuschen, statt ihn klar zu sehen. Durch Vertuschung wird er aber nicht zum Verschwinden gebracht. Daher ist deine Methode der falsche Weg.

Chekker´s hat gesagt…

Hallo Churchill,

auf Deinem Farbspektrum scheint es nur Schwarz oder Weiß zu geben. Offenbar blendest Du alle Grautöne völlig aus. Warum?

Im Nachhinein die Dreyfußaffäre als positiv zu bezeichnen ist recht einfach. Doch wer konnte in der damaligen Zeit das Ende voraussehen?

Auch der Ausübende eines ihm zustehenden Rechtes kann in meinen Augen sehr wohl ein Täter sein. Nur weil ich mich im Straßenverkehr auf der vorfahrtsberechtigten Straße bewege, darf ich nicht 'einfach draufhalten', wenn derjenige aus der Seitenstraße einen 'Fehler' macht, oder? Wer es trotzdem tut, ist in meinen Augen am Unfall klar mitschuldig und damit auch Täter.

Um es klarzustellen: Ich rechtfertige keinerlei Verbrechen - egal ob von Christen, Mohammedanern, sonstigen Religionsangehörigen oder auch Atheisten.
Das ich die geschichtlichen Blutspuren der Christianisierung genannt habe, erfolgte, weil Du - zu Untermauerung Deiner Thesen - immer wieder auf die Taten Mohammeds (der nun auch schon ein paar Jahre tot ist ;-) ) hinweist.

Wie kommst Du denn darauf, das ich irgendetwas vertuschen möchte? Ich sehe den Konflikt sehr klar und deutlich. Ich versuche nur alle Seiten zu beleuchten um auch alle Seiten zu verstehen. Nur so kann Gerechtigkeit funktionieren. Und nicht dadurch, daß man in schwarze und weiße Schafe trennt...