http://www.tagesschau.de/inland/hoeness-reaktionen100.html
Das Urteil im Fall Hoeneß ist in meinen Augen gerecht und hätte nicht anders ausfallen dürfen. Man mag die Lebensleistungen eines Herrn Hoeneß bewerten wie man will, aber Steuerhinterziehung - insbesondere in dieser Größenordnung - ist nicht zu rechtfertigen.
Man stelle sich nur mal vor, jemand überfällt eine Bank, erbeutet ein paar Millionen und spendet diese dann an die Caritas (oder jede andere soziale Organisation). Darf dieser Täter wegen seines sozialen Engagements ohne Starfe davon kommen?
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Donnerstag, März 13, 2014
Montag, Januar 06, 2014
Der Verdi - Wahnsinn bei Amazon
"Wer waren die ersten Gewerkschafter auf der Erde?"
Die Heiligen Drei Könige,
denn, sie legten die Arbeit nieder,
zogen schöne Gewänder an
und gingen auf Reisen...
denn, sie legten die Arbeit nieder,
zogen schöne Gewänder an
und gingen auf Reisen...
Ein schöner Spruch, an den ich derzeit immer wieder erinnert werde, wenn ich über die Verdi-Posse bei Amazon lese.
Doch einfach mal von vorne:
Verdi schreit: Hungerlöhne bei Amazon (oder so ähnlich)!
Verdi meint: Amazon handelt ja mit Büchern und so'n Kram und folglich muss es deshalb seinen Mitarbeitern einen Lohn nach dem Einzelhandelstarif bezahlen.
Verdi schimpft: Die (Amazon) bezahlen ihre Leute aber nur nach dem Logistiktarif...
Für die einfachen Gemüter unter uns ist das sicherlich plausibel, oder?
Doch jetzt denken wir mal scharf nach: Wer hat denn eigentlich den Logistiktarif verhandelt, der so schlecht sein soll? Doch nicht etwa die Gewerkschaft, oder? Bedeutet das etwa, daß die Gewerkschaften einen Hungerlohn für ihre Mitglieder verhandelt haben?
Und überlegen wir jetzt einfach mal noch ein Stückchen weiter. Man stelle sich mal folgendes vor: Ich gehe an einem Samstag vormittag in den von mir bevorzugten Buchhandel. Dort begrüßt mich kompetent und voller Wissen 'meine' Buchhändlerin. Sie berät mich, gibt mir Tipps und lässt mich dann irgendwann, mit von ihr liebevoll gepackten Tüten, wieder nach Hause ziehen. Soweit so gut und so normal. Diese Dame hat dafür eine dreijährige Ausbildung genossen und bildet sich auch regelmäßig weiter, damit sie mich auch in Zukunft noch kompetent beraten kann. Für diese Leistung, ihr Engagement und ihren Einsatz bekommt sie nun jeden Monat ein Gehalt nach dem Einzelhandelstarif.
Nun stellen wir uns mal bildlich den Mitarbeiter in einem Amazonlager vor: Er bekommt einen Bestellauftrag in die Finger, sammelt das Produkt aus den vielen Regalen und verpackt es in einen Karton zum Versand. Für diese Tätigkeit muss er keine Ausbildung genossen haben, sondern wird nach kurzer Anlernzeit im Stande sein diese Aufgaben auszuführen. Wer sich ein wenig auskennt, wird mir zustimmen, daß das eine typische Logistiktätigkeit ist. Man nennt es kommissionieren und versandfertig machen für den Warenausgang.
Warum versucht uns nun Verdi zu erklären, daß diese Tätigkeit vergleichbar mit der der kompetenten Buchhändlerin sein soll?
Ach so, bevor nun jemand auf die Idee kommen könnte und meint, daß es sich trotzdem noch um Hungerlöhne handelt, die Amazon seinen Mitarbeitern zahlt: Im ersten Jahr bekommen die Mitarbeiter einen Lohn von 10,01 €/Std., im zweiten 11,59€/Std. und im dritten Jahr bereits 11,71 €/Std. Der geneigte Leser wird hier sicherlich erkannt haben, daß der Lohn damit deutlich über dem Mindestlohn von 8,50 € liegt, der zur Zeit im Gespräch ist.
Liebe Verdianer: Stürzt Euch doch mal auf eine Klientel, die es wirklich nötig hätte, daß man an ihren Löhnen etwas verbessert. Wie wäre es z.B. mit Friseuren, Taxifahrern, Bedienpersonal etc. etc. etc.
Es ist vielleicht publikunmswirksamer und aufmersamkeitsheischender, wenn man gegen Namen wie Amazon etc. vorgeht, aber viele andere Menschen hätten es wirklich nötig, daß ihr sie unterstützt.
Freitag, Februar 01, 2013
Beauty and the Nerd oder Traummaße treffen Hirnmasse
Gestern abend startete wieder eine neue Freakshow im deutschen Fernsehen. So, wie auf dem Bild zu sehen, freuten sich die Teilnehmer, daß sie nun bis zu vier Wochen miteinander auskommen dürfen. Und das alles für ein fürstliches Salär von 100.000 Euro.
Das ein Starlet, eine Tänzerin oder eine Modeverkäuferin bei solchen Summen ganz schwach werden, kann man ja noch verstehen. Aber werden unsere IT-Spezialisten, Hydraulikexperten und Mathematikgenies in Deutschland so schlecht bezahlt, daß sie es nötig haben sich öffentlich zum Affen zu machen?
Aber mal zum Anfang: In der neuen Pro7-Serie hat man 8 augenscheinlich ganz ansprechende Mädels zusammen mit 8 Nerds in eine südafrikanische Villa eingepfercht und lässt nun die Welten von Mascara, French Nails und blondierten Haarverlängerungen auf die Welten der acht Gollums stoßen.
Und ehrlich? Was dabei heraus kommt ist so lustig wie jeder gute Witz. Natürlich werden hier sämtliche Klischees bedient, die man sich nur vorstellen kann: "Blondinen sind blöd" und "Computerfreaks sind häßliche kleine Spinner". Punkt. Aber genau das macht doch einen guten Witz aus, oder? Wir machen Blondinenwitze, wir machen Ostfriesenwitze, die Bayern machen Österreicherwitze und die Österreicher machen Bayernwitze. Herausgestellt werden in dem Witz immer die Eigenarten, von denen man glaubt, daß sie in dieser Personengruppe besonders oft vorkommen. Und genau darüber können wir dann herzlich lachen.
Und nichts anderes ist diese Sendung auch. Ich kann mich darüber schlapplachen, wenn einer zigmal gegen eine Tür anläuft und versucht diese aufzutreten alà James Bond und jedesmal davon zurückprallt. Eine Blondine, die ersteinmal der Welt kundtut, daß sie sich nur nackt die Haare fönen kann oder eine andere Kandidatin, die mit «Plus Minus, geteilt durch Mal - mehr braucht man eigentlich nicht!» die Mathematik versucht zu erklären. Das ist witzig! Das bedient Klischees! Das lässt mich lauthals lachen!
"Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat." Nicolas Chamfort
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi
Montag, Januar 07, 2013
Auxion.de kassiert eine Monatsgebühr
Heute erreicht mich eine Email, die ich fast weggelöscht hätte. Doch manchmal habe auch ich noch einen lichten Moment und habe kurz überflogen, was darin stand:
Hallo xxxxxx ,
ab 1. Februar 2013 führen wir bei auxion.de eine monatliche Mitgliedsgebühr von 1 Euro ein. Die Mitgliedsgebühr gilt für alle registrierten Accounts, bei Käufer und Verkäufer.
Wir wollen dadurch mehr Einnahmen bekommen, die in Werbung investiert werden kann und wollen nach und nach die monatliche Flatrate für Verkäufer kürzen.
Die Verkäufer-Rabatte werden nur noch zu sehen sein, wenn man sich einloggt. Die Rabatt-Aktionen werden wir in Zukunft bei auxion noch verstärken.
Wenn Sie die neuen Regeln bei auxion nicht akzeptieren, haben Sie hier die Möglichkeit Ihren Account bei auxion zu löschen:
Account löschen
Im Automarkt können Fahrzeuge weiterhin kostenlos eingestellt werden.
Da wir neue Gebühren einführen, sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, Ihnen diese Information zu senden. Wir hoffen das viele mitmachen und auxion weiterhin zu den Topauktionshäusern in Deutschland zählt.
Sollten Sie bei auxion.de mehrere Accounts haben, bekommen Sie für jeden Account eine Email.
www.auxion.de
Ich glaube wohl es hakt!
Aber mal von vorne. Auxion ist ein Auktionshaus. Also soetwas wie Ebay. Nur das wir alle Ebay kennen und Auxion kennt halt niemand wirklich. Ich habe mich dort vor Jahren mal angemeldet, weil ich dachte, es könnte eine Alternative zu Ebay sein. Um es vorweg zu nehmen: Nein, ist es nicht.
Ich habe damals schnell festgestellt, daß man dort nicht - vergleichbar mit Ebay - verkaufen kann, d.h. in diesem Fall es gab einfach keine Käufer, die sich dorthin verirrt haben. Zumindest nicht für meine damaligen Produkte. Selber kaufen konnte ich letztendlich auch nichts Bedeutendes, weil die Preise in meinen Augen mehr als gepfeffert waren, die die Verkäufer dort verlangten. Aber wahrscheinlich hatten sie selber die gleichen Erfahrungen als Verkäufer gemacht wie ich oben schilderte und versuchten über die hohen Preise ein "Schmerzensgeld" wiederzubekommen...
Nun ja, das einfach mal als Vorgeschichte, was oder wer Auxion also ist.
Und nu bekomme ich nach Jahren (!) diese Email. Da wahrscheinlich auch alle anderen Nutzer und vorallem ehemaligen Nutzer diese Mail bekommen haben, setzt man hier von Seiten der Betreiber vermutlich genau darauf, was mir auch fast passiert wäre: Der Empfänger löscht die Mail ungelesen.
Die Folge davon: Auf den internen Konten der User werden sich Monat für Monat Kosten ansammeln. Und irgendwann, wird die Geschäftsleitung dann eine Rechnung an den User verschicken und dieser wird diese Rechnung vermutlich nicht beachten, weil er ja schon seit Jahren nichts mehr bei Auxion gemacht hat. Dann wird aber wahrscheinlich die findige Geschäftsleitung dieses Unternehmens ihren AGB-Passus Nr. 6 hervorzaubern, der wie folgt lautet:
6. Die Rechnung wird von auxion.de am Monatsende, oder den darauf folgenden Monatsanfang, per E-Mail verschickt.
Der Betrag ist bitte bis zum 14. des Monats zu überweisen.
Bei offener Rechnung wird am 14. des Monats eine Zahlungserinnerung gesendet.
Am 22. erfolgt die 1. Mahnung.
Am 28. bis 30. die 2. Mahnung mit automatischer Sperrung des Accounts, sowie Einbuchung von 2,50 Euro Mahnkosten und Weiterleitung an unsere Inkassofirma.
D.h., der ganze Kram geht dann an ein Inkassobüro, die die Eintreibung vornehmen werden. Aber Hallo! Jetzt bekommt der Satz aus der Email "[...]Wir wollen dadurch mehr Einnahmen bekommen,[...]" erst richtig Bedeutung, oder?
Ich kan also nur jedem meiner Leser raten, daß er einen evtl. alten und ungenutzten Account dort dringend löscht, wenn er nicht in diese Kostenfalle geraten will. Man mag gar nicht darüber nachdenken, bei wievielen Usern die oben zitierte Email im Spamordner gelandet ist und deshalb wohlmöglich unbeachtet bleibt.
Und noch abschließend: Mal unabhängig davon, daß die Art und Weise der Gebührenerhebung in meinen Augen fragwürdig ist, man stelle sich mal vor, daß in Zukunft jeder Käufer bei Aldi erst einmal einen Euro "Eintritts-"Gebühr zahlen muss, damit er dort einkaufen kann. Und am Besten auch noch jeden weiteren Monat, unabhängig davon ob er weiter in dem Laden einkaufen will oder nicht...
Hallo xxxxxx ,
ab 1. Februar 2013 führen wir bei auxion.de eine monatliche Mitgliedsgebühr von 1 Euro ein. Die Mitgliedsgebühr gilt für alle registrierten Accounts, bei Käufer und Verkäufer.
Wir wollen dadurch mehr Einnahmen bekommen, die in Werbung investiert werden kann und wollen nach und nach die monatliche Flatrate für Verkäufer kürzen.
Die Verkäufer-Rabatte werden nur noch zu sehen sein, wenn man sich einloggt. Die Rabatt-Aktionen werden wir in Zukunft bei auxion noch verstärken.
Wenn Sie die neuen Regeln bei auxion nicht akzeptieren, haben Sie hier die Möglichkeit Ihren Account bei auxion zu löschen:
Account löschen
Im Automarkt können Fahrzeuge weiterhin kostenlos eingestellt werden.
Da wir neue Gebühren einführen, sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, Ihnen diese Information zu senden. Wir hoffen das viele mitmachen und auxion weiterhin zu den Topauktionshäusern in Deutschland zählt.
Sollten Sie bei auxion.de mehrere Accounts haben, bekommen Sie für jeden Account eine Email.
www.auxion.de
Ich glaube wohl es hakt!
Aber mal von vorne. Auxion ist ein Auktionshaus. Also soetwas wie Ebay. Nur das wir alle Ebay kennen und Auxion kennt halt niemand wirklich. Ich habe mich dort vor Jahren mal angemeldet, weil ich dachte, es könnte eine Alternative zu Ebay sein. Um es vorweg zu nehmen: Nein, ist es nicht.
Ich habe damals schnell festgestellt, daß man dort nicht - vergleichbar mit Ebay - verkaufen kann, d.h. in diesem Fall es gab einfach keine Käufer, die sich dorthin verirrt haben. Zumindest nicht für meine damaligen Produkte. Selber kaufen konnte ich letztendlich auch nichts Bedeutendes, weil die Preise in meinen Augen mehr als gepfeffert waren, die die Verkäufer dort verlangten. Aber wahrscheinlich hatten sie selber die gleichen Erfahrungen als Verkäufer gemacht wie ich oben schilderte und versuchten über die hohen Preise ein "Schmerzensgeld" wiederzubekommen...
Nun ja, das einfach mal als Vorgeschichte, was oder wer Auxion also ist.
Und nu bekomme ich nach Jahren (!) diese Email. Da wahrscheinlich auch alle anderen Nutzer und vorallem ehemaligen Nutzer diese Mail bekommen haben, setzt man hier von Seiten der Betreiber vermutlich genau darauf, was mir auch fast passiert wäre: Der Empfänger löscht die Mail ungelesen.
Die Folge davon: Auf den internen Konten der User werden sich Monat für Monat Kosten ansammeln. Und irgendwann, wird die Geschäftsleitung dann eine Rechnung an den User verschicken und dieser wird diese Rechnung vermutlich nicht beachten, weil er ja schon seit Jahren nichts mehr bei Auxion gemacht hat. Dann wird aber wahrscheinlich die findige Geschäftsleitung dieses Unternehmens ihren AGB-Passus Nr. 6 hervorzaubern, der wie folgt lautet:
6. Die Rechnung wird von auxion.de am Monatsende, oder den darauf folgenden Monatsanfang, per E-Mail verschickt.
Der Betrag ist bitte bis zum 14. des Monats zu überweisen.
Bei offener Rechnung wird am 14. des Monats eine Zahlungserinnerung gesendet.
Am 22. erfolgt die 1. Mahnung.
Am 28. bis 30. die 2. Mahnung mit automatischer Sperrung des Accounts, sowie Einbuchung von 2,50 Euro Mahnkosten und Weiterleitung an unsere Inkassofirma.
D.h., der ganze Kram geht dann an ein Inkassobüro, die die Eintreibung vornehmen werden. Aber Hallo! Jetzt bekommt der Satz aus der Email "[...]Wir wollen dadurch mehr Einnahmen bekommen,[...]" erst richtig Bedeutung, oder?
Ich kan also nur jedem meiner Leser raten, daß er einen evtl. alten und ungenutzten Account dort dringend löscht, wenn er nicht in diese Kostenfalle geraten will. Man mag gar nicht darüber nachdenken, bei wievielen Usern die oben zitierte Email im Spamordner gelandet ist und deshalb wohlmöglich unbeachtet bleibt.
Und noch abschließend: Mal unabhängig davon, daß die Art und Weise der Gebührenerhebung in meinen Augen fragwürdig ist, man stelle sich mal vor, daß in Zukunft jeder Käufer bei Aldi erst einmal einen Euro "Eintritts-"Gebühr zahlen muss, damit er dort einkaufen kann. Und am Besten auch noch jeden weiteren Monat, unabhängig davon ob er weiter in dem Laden einkaufen will oder nicht...
Sonntag, Dezember 23, 2012
Weihnachten kommt jedes Jahr wieder ganz plötzlich
Viele von uns kennen das: Weihnachten kommt jedes Jahr ganz plötzlich und unerwartet. Und was uns dann erwartet, ist auch jedes Jahr das Gleiche: überfüllte Parkhäuser, rappelvolle Kaufhäuser, genervte Verwandte und Mitbürger und nebenbei dürfen die meisten auch noch ihrer Arbeit nachgehen...
Na dann: Besinnliche Weihnachten...
Wenn dann die vorweihnachtlichen Shopping-Tage vorbei sind, sitzt die ganze Familie völlig platt und kurz vor dem Herzkasper unterm Baume und singt "...o du Fröhliche". Hat sich der Stress wirklich gelohnt? Jetzt beginnt erst die große Bescherung, jetzt wird 'Kasse' gemacht. Hat man das richtige Parfüm für Oma gefunden? Freut sich die Kleine über das neue Plüschtier? Ist der neue Pullover für Tante wirklich in Türkis?
Und was ist jetzt eigentlich wirklich passiert? Oma hat das 10. Parfüm, die Kleine schmeisst das Plüschtier zu den 25 anderen und Tantchen legt ihren neuen Pullover in den Schrank zu denen vom Vorjahr. Tragen wird sie ihn wahrscheinlich nie, weil sie soviele hat...
Etwas wirklich Einzigartiges verschenken die Wenigsten: Spaziergänge in der Waldluft anstatt Parfüm, einen gemeinsamen Zoobesuch anstatt des Plüschhasen oder einen gemeinsam Strickabend mit Tantchen anstatt des türkisfarbenen Pullovers. Solche Geschenke bedeuten nämlich, daß man etwas wirklich wertvolles verschenken muss: Seine Zeit!
Davon haben wir bekanntlich nie viel. Aber gerade weil es so eine knappe Ressource ist, ist sie so wertvoll und macht sie deshalb zu begehrten Geschenken.
Wer noch zu denen gehört, die am Morgen des Heiligabend noch mal loslaufen um die letzten Präsente zu bekommen, sollte sich überlegen ob er nicht etwas wirklich einmaliges verschenken will: Seine Zeit...
ist ein Onlineshop, in dem man kaufen kann und es kostet nicht mal etwas. Zumindest kostet es kein Geld. Es kostet Euch Zeit. Und es schenkt Euch etwas: gemeinsame Zeit mit Freunden und Verwandten. Und es spart auch noch: Die Ressourcen für die Produkte, die sonst im Schrank vor sich hingammeln würden...
Und noch abschließend:
Ich wünsche ruhige, besinnliche, schöne, einmalige, lustige, liebevolle, wunderbare, glitzernde, magische und einfach himmlische Tage. Und ich wünsche Euch
Zeit
Mittwoch, Januar 14, 2009
Jedem den Seinen
Ein Werbespruch von Tschibo und Esso, die so für eine Tasse Kaffee werben.
Nur ein Werbespruch! (in meinem Augen ein unverständlicher Zungenbrecher, aber das tut hier nichts zur Sache) Wirklich nur ein Werbespruch?
NEIN!
Dem Zentralrat der Juden ist er aufgestoßen. Und warum? Weil ihn die Nazis im Dritten Reich auch gebraucht haben! Upps...
Aber kann das wirklich ein Problem sein? Die Nazis haben nach meiner Kenntnis grundsätzlich die deutsche Sprache gebraucht. Haben wir jetzt ein grundsätzliches Problem?
Nein, denn der Vizepräsident Korn des ZdJ hat es noch etwas präzisiert:
Und das haben die Werber bei Kreation dieses Spruches wohl nicht bedacht. Der Fehler wiegt so schwer, daß Esso und Tschibo sich dazu entschlossen haben, die Werbekampagne einzustampfen.
Man mag sich garnicht vorstellen, was noch alles so in der deutschen Sprache eliminiert werden muß, wenn der ZdJ sich weiter an solchem Schwachsinn festhält.
Aber bevor der ZdJ dies hier als Aufforderung ansieht sich noch intensiver mit der Thematik zu beschäftigen: Erst recherchieren und dann losbrüllen!
Denn die totale Geschichtsunkenntnis scheint auf Seiten des Herrn Korn zu liegen. Suum cuique (lat. für „Jedem das Seine“) geht als Aussage auf den griechischen Philosophen Platon zurück. Der gebrauchte diesen Begriff bereits in seiner Schrift "Politeia"(verfasst ca 370 v. Chr.) und auch heute noch ist der Begriff einer der klassischen Grundsätze des Rechts.
Das auch Cicero, Kaiser Justinian und andere den Begriff in den letzten tausenden Jahren benutzt haben, scheint Herrn Korn auch noch nicht aufgefallen zu sein. Aber wahrscheinlich interessiert es ihn auch nicht so sehr, weil man diesen Gelehrten nicht so richtig antijüdisches Gedankengut vorwerfen kann...
Herr Korn: Lesen bildet!
Nur ein Werbespruch! (in meinem Augen ein unverständlicher Zungenbrecher, aber das tut hier nichts zur Sache) Wirklich nur ein Werbespruch?
NEIN!
Dem Zentralrat der Juden ist er aufgestoßen. Und warum? Weil ihn die Nazis im Dritten Reich auch gebraucht haben! Upps...
Aber kann das wirklich ein Problem sein? Die Nazis haben nach meiner Kenntnis grundsätzlich die deutsche Sprache gebraucht. Haben wir jetzt ein grundsätzliches Problem?
Nein, denn der Vizepräsident Korn des ZdJ hat es noch etwas präzisiert:
das Plakat sei entweder eine "nicht zu überbietende Geschmacklosigkeit" oder ein Beispiel "totaler Geschichtsunkenntnis".Geschichtsunkenntnis, weil auch über dem Konzentrationslager Buchenwald der Spruch "Jedem das Seine" geprangt hat.
Und das haben die Werber bei Kreation dieses Spruches wohl nicht bedacht. Der Fehler wiegt so schwer, daß Esso und Tschibo sich dazu entschlossen haben, die Werbekampagne einzustampfen.
Man mag sich garnicht vorstellen, was noch alles so in der deutschen Sprache eliminiert werden muß, wenn der ZdJ sich weiter an solchem Schwachsinn festhält.
Aber bevor der ZdJ dies hier als Aufforderung ansieht sich noch intensiver mit der Thematik zu beschäftigen: Erst recherchieren und dann losbrüllen!
Denn die totale Geschichtsunkenntnis scheint auf Seiten des Herrn Korn zu liegen. Suum cuique (lat. für „Jedem das Seine“) geht als Aussage auf den griechischen Philosophen Platon zurück. Der gebrauchte diesen Begriff bereits in seiner Schrift "Politeia"(verfasst ca 370 v. Chr.) und auch heute noch ist der Begriff einer der klassischen Grundsätze des Rechts.
Das auch Cicero, Kaiser Justinian und andere den Begriff in den letzten tausenden Jahren benutzt haben, scheint Herrn Korn auch noch nicht aufgefallen zu sein. Aber wahrscheinlich interessiert es ihn auch nicht so sehr, weil man diesen Gelehrten nicht so richtig antijüdisches Gedankengut vorwerfen kann...
Herr Korn: Lesen bildet!
Montag, Januar 05, 2009
Winter am Niederrhein
Seit Freitag wußte es jeder hier in der Gegend. In der Nacht von Sonntag auf Montag sollte es bei uns kräftig schneien. Mit 15cm Neuschnee wurde gerechnet und das bedeutet in unseren Breitengraden eine Menge!
Da der Termin des Schneefalles so lange vorher bekannt war, konnte man sich gut darauf vorbereiten: Früher Aufstehen um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen, den Schlitten noch einmal schnell entrostet und wieder tauglich gemacht, die dicken Handschuhe aus der hintersten Schublade geholt - halt alles, was der Flachländer so unternimmt, wenn ein paar Schneeflocken angesagt sind...
Nur einen hat es wieder einmal vollkommen unerwartet getroffen: Den Winterdienst der Straßenbehörden.
Morgens um Sieben war von den Räumdiensten selbst auf den Hauptverkehrsadern nichts zu sehen. Ich vermute, sie mussten erstmal ihre Fahrzeuge freischaufeln...
Aber danach muß noch etwas wirklich Wichtiges dazwischen gekommen sein. Was es war war, kann ich mir leider überhaupt nicht vorstellen. Es muß jedoch so wichtig gewesen sein, daß man es nicht mal bis 18:00 Uhr abends fertig gebracht hat zumindest die Hauptstrassen zu räumen.
Was haben die den ganzen Tag gemacht? Ne Schneeballschlacht?
Aber wehe dem Hausbesitzer, der bis morgens um sieben nicht 'seinen' Gehweg geschaufelt, gekehrt und gesplittet hat. Ihn trifft dann die ganze Härte des Gesetzes.
Da der Termin des Schneefalles so lange vorher bekannt war, konnte man sich gut darauf vorbereiten: Früher Aufstehen um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen, den Schlitten noch einmal schnell entrostet und wieder tauglich gemacht, die dicken Handschuhe aus der hintersten Schublade geholt - halt alles, was der Flachländer so unternimmt, wenn ein paar Schneeflocken angesagt sind...
Nur einen hat es wieder einmal vollkommen unerwartet getroffen: Den Winterdienst der Straßenbehörden.
Morgens um Sieben war von den Räumdiensten selbst auf den Hauptverkehrsadern nichts zu sehen. Ich vermute, sie mussten erstmal ihre Fahrzeuge freischaufeln...
Aber danach muß noch etwas wirklich Wichtiges dazwischen gekommen sein. Was es war war, kann ich mir leider überhaupt nicht vorstellen. Es muß jedoch so wichtig gewesen sein, daß man es nicht mal bis 18:00 Uhr abends fertig gebracht hat zumindest die Hauptstrassen zu räumen.
Was haben die den ganzen Tag gemacht? Ne Schneeballschlacht?
Aber wehe dem Hausbesitzer, der bis morgens um sieben nicht 'seinen' Gehweg geschaufelt, gekehrt und gesplittet hat. Ihn trifft dann die ganze Härte des Gesetzes.
Mittwoch, Januar 02, 2008
Werbung auf Xing führt zu heftigen Protesten
Das Businessnetzwerk Xing hat über die Weihnachts- und Neujahrstage ein neues "Feature" installiert, daß zu heftigen Protesten in der Userschaft führt. So hat man begonnen das Netzwerk für bezahlte Werbung zu öffnen und hat dies ausgerechnet auf den Profilseiten der Mitglieder begonnen. Nun muß man wissen, daß diese Profilseiten die Online-Visitenkarten der User sind. Viele Xingler benutzen diese Profilseite um Ihre Kunden, Lieferanten und Mandanten über ihr Business zu informieren.
Und nun stelle man sich mal vor, daß auf der Seite eines Dresdner-Bank-Mitarbeiters die Werbung einer Onlinebank prangt. Oder auch die Werbung einer Fastfoodkette auf dem Profil eines Ökobauern.
Verständlicherweise geht ein Aufschrei durch die Userschaft von Xing. Doch das nicht genug: Anstatt sich professionell mit dem Problem zu beschäftigen, schickt man eine einzelne Mitarbeiterin in die Kommunikation mit den Mitgliedern, die nach eigener Auskunft keine Entscheidung treffen kann und somit abwarten muss, bis die Geschäftsführung sich äußert. Dies führt bereits jetzt dazu, daß einige Mitglieder ihren bezahlten Premiumaccount gekündigt haben und einen kompletten Rückzug von Xing erwägen.
Als Nachtrag hier mal ein paar Links aus der Blogsphäre:
blog.staudigl-software.de/
hammerich.de - alles geblogt !
Daniel’s Random Mutterings
absolutperplex.com
SEO (Suchmaschinenoptimierung) ist out
Wer noch mehr hat, darf sich gerne bei mir melden.
Und auch so renommierte Seiten wie NTV reagieren fassungslos:
Ungewollte Profil-Werbung
Und nun stelle man sich mal vor, daß auf der Seite eines Dresdner-Bank-Mitarbeiters die Werbung einer Onlinebank prangt. Oder auch die Werbung einer Fastfoodkette auf dem Profil eines Ökobauern.
Verständlicherweise geht ein Aufschrei durch die Userschaft von Xing. Doch das nicht genug: Anstatt sich professionell mit dem Problem zu beschäftigen, schickt man eine einzelne Mitarbeiterin in die Kommunikation mit den Mitgliedern, die nach eigener Auskunft keine Entscheidung treffen kann und somit abwarten muss, bis die Geschäftsführung sich äußert. Dies führt bereits jetzt dazu, daß einige Mitglieder ihren bezahlten Premiumaccount gekündigt haben und einen kompletten Rückzug von Xing erwägen.
Als Nachtrag hier mal ein paar Links aus der Blogsphäre:
blog.staudigl-software.de/
hammerich.de - alles geblogt !
Daniel’s Random Mutterings
absolutperplex.com
SEO (Suchmaschinenoptimierung) ist out
Wer noch mehr hat, darf sich gerne bei mir melden.
Und auch so renommierte Seiten wie NTV reagieren fassungslos:
Ungewollte Profil-Werbung
Mittwoch, Oktober 10, 2007
Eklat bei Kerner
Gestern, in den späten Abendstunden, lief sie: Die Kerner-Show. Geladene Gäste: Margarete Schreinemakers, Senta Berger, Mario Barth und Eva Hermann. Auch noch eingeladen, aber etwas abseits plaziert, ein Historiker.
Geplanter Inhalt der Sendung: Ehrlich? Ich habe keine genaue Ahnung. Vielleicht wollte man über Hermann´s neues Buch reden? Vielleicht auch über Kinderpolitik in Deutschland?
Im Nachhinein äußert sich der Kerner so:
Interessant in diesem Zusammenhang: Die eingeladenen Mitdiskutanten hatten nach eigenem Bekunden, das Buch von Frau Hermann nicht gelesen. Was stellte sich Herr Kerner in der Vorbereitung der Sendung vor, was diese Personen zum eigentlichen Thema hätten beisteuern sollen? Ehrlich? Ich weiß es nicht so genau.
Übrig bleibt für mich jedoch ein bitterer Nachgeschmack. Und ich stehe mit dieser Einschätzung offensichtlich nicht alleine, wenn man diese Kommentare liest.
Hier geht es zur Medien-Darstellung von Frau Hermann.
Nachtrag:
Hier geht es zu einem m.E. sehr guten Artikel: Der programmierte Eklat
Geplanter Inhalt der Sendung: Ehrlich? Ich habe keine genaue Ahnung. Vielleicht wollte man über Hermann´s neues Buch reden? Vielleicht auch über Kinderpolitik in Deutschland?
Im Nachhinein äußert sich der Kerner so:
»Ich hatte die Hoffnung, dass Frau Herman ihre problematischen Äußerungen (Anm. des Verfassers: Gemeint sind Äußerungen über die Familienpolitik der NS-Zeit) im Gespräch relativieren würde. Als klar war, dass wir dabei nicht weiterkommen, habe ich das Gespräch mit ihr beendet und mit meinen anderen Gästen fortgesetzt.«Das klingt jetzt alles recht uninteressant, doch sah es für mich wie eine Demontage von Frau Hermann aus. Ihr wurde immer wieder vorgehalten, daß sie sich von ihren Äußerungen zur NS-Zeit distanzieren sollte. Das hat sie nicht getan. Und warum nicht? Weil sie aufzeigen wollte, daß aus ihrer Sicht auch in der dunklen Zeit unserer Geschichte nicht alles schlecht war. Sie hat sich klar von den Greueltaten des NS-Regimes distanziert. Doch offensichtlich wollte man auf diese Distanzierungen nicht näher eingehen. Man legte mehr Wert darauf, jedes ihrer Worte auf die 'geschichtliche Goldwaage' zu legen, als sich mit den Inhalten ihrer konservativen Familienvorstellung auseinander zu setzen.
Interessant in diesem Zusammenhang: Die eingeladenen Mitdiskutanten hatten nach eigenem Bekunden, das Buch von Frau Hermann nicht gelesen. Was stellte sich Herr Kerner in der Vorbereitung der Sendung vor, was diese Personen zum eigentlichen Thema hätten beisteuern sollen? Ehrlich? Ich weiß es nicht so genau.
Übrig bleibt für mich jedoch ein bitterer Nachgeschmack. Und ich stehe mit dieser Einschätzung offensichtlich nicht alleine, wenn man diese Kommentare liest.
Hier geht es zur Medien-Darstellung von Frau Hermann.
Nachtrag:
Hier geht es zu einem m.E. sehr guten Artikel: Der programmierte Eklat
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