Freitag, September 14, 2007

Der beste Webdesigner der Welt

Nein, keine Aussage, die ich über mich selbst treffen würde. Sicherlich nicht... Ich bin nicht der beste Webdesigner der Welt, nicht mal der Zweitbeste - genaugenommen bin ich gar kein Webdesigner... ;-)

Aber man kann sich über diesen Titel streiten. Da gibt es zwei, die tun das. Da ist einmal derjenige, der diesen Titel als erster für sich erfunden haben will. Obwohl, erfunden stimmt nicht so ganz: Er gibt zu, das er den Begriff an Brendon Sinclair´s Aussage: "World's best web designer" (zu deutsch also: Der beste Webdesigner der Welt) angelehnt hat.
Und auf der anderen Seite des Rings finden wir den Newcomer, der diese Phrase auch in seinen Blog aufgenommen hat und aktuell damit auf der ersten Googleposition steht. Und der kommt nun daher und behauptet, daß durch diese Position der Inhalt der Aussage Der beste Webdesigner der Welt damit am besten auf ihn passt.

Doch was genau ist eigentlich ein Webdesigner? Wikipedia hat dazu auch eine Meinung:
Die Aufgabe des Webdesigners ist die Erstellung und Pflege von Websites im World Wide Web. Der Webdesigner ist dabei in erster Linie für die Gestaltung, den Aufbau und die Nutzerführung, d.h. das Interface Design und die Umsetzung des Corporate Designs verantwortlich. In großen Internetagenturen wird der Webdesigner oftmals ausschließlich für das grafische Design der Webseiten eingesetzt. Weitergehende Aufgaben werden dann von anderen Spezialisten in Arbeitsteilung übernommen. Ein wichtiger Teil seiner Aufgabe ist es auch, den besten Kompromiss zwischen den Wünschen des Auftraggebers, den Ansprüchen der Besucher und den technischen Möglichkeiten zu finden.
D.h. doch, daß nach deren Definition das SEO (SearchEngineOptimization) - also die Suchmaschinenoptimierung - gar nicht zu Aufgabenbereich eines Webdesigners gehört...

Hat damit der beste Webdesigner der Welt sein Ziel verfehlt? Wie dem auch sei. Auch unter SEO-Gesichtspunkten scheint mir der Streit etwas verfehlt zu sein. Wer sucht bei Google schon nach einem Begriff wie "Der beste Webdesigner der Welt"? Also ich bestimmt nicht! Warum auch? Nach diesem Text bin ich der festen Überzeugung:

Ich bin der beste Webdesigner der Welt!

So und jetzt gehe ich mal zum Lachen in den Keller...

Mit satirischen Grüßen

Euer Chekker

Montag, September 10, 2007

Basel II auch eine Chance?

Seit Anfang des Jahres sind die neuen Kreditvergaberichtlinien (nach Basel II) der Banken in Kraft getreten. Die grundsätzlichen Inhalte von Basel II weisen die Banken nun an, ihre Kredite risikogerechter anzubieten und -preisen. Je schlechter die Bonität eines Unternehmens ist, desto mehr Eigenkapital muß die Bank vorweisen.
Wurden früher acht Prozent Eigenkapital-Unterlegung durch die Bank erbracht, so liegt die Zahl heute zwischen 1,6 und 12 Prozent. Maßgeblich ist hier das sogenannte Rating des Kreditnehmers. Folge: Je besser das Rating, so geringer die notwendige Eigenkapital-Unterlegung der Bank, desto preiswerter der Kredit für den Unternehmer.
Basel II kann also auch eine Chance darstellen: Für Unternehmen mit guten Ratings, können die Kreditzinsen also auch sinken. Kleiner Tipp: Sprechen Sie Ihre Bank ruhig auf das Thema an, falls diese es vergessen haben sollte.
Darüber hinaus bietet Basel II auch noch einen weiteren Vorteil. Der Unternehmer muß sich intensiver mit Zahlen beschäftigen. Zusätzlich bekommt er durch den Blick seiner Bank auch ein Verständnis für die Aussenansicht seiner Firma. Durch die Benchmark-Analyse der Bank erhält der Unternehmer darüber hinaus auch noch eine kostenlose Analyse der Marktsituation und der Mitbewerber.

Grundsätzliches zum Kreditgespräch:
  • Keine Angst: Die Bank ist Ihr Partner - Sie sind kein Bittsteller und die Bank kein Kreditverweigerer
  • Seien Sie immer ehrlich - Alles andere kommt früher oder später eh ans Tageslicht
  • Sprühen Sie vor Enthusiasmus - Wenn nicht sie, wer soll dann von Ihrer Idee überzeugt sein?
  • Machen Sie sich vorher Gedanken zum Gespräch - Bereiten Sie die Zahlen Ihres Unternehmens auf, seien Sie überzeugend in Ihrer Strategie und erwarten Sie auch Fragen zu den 'weichen Faktoren' wie Nachfolgeregelung, Marketing, Ihre Markteinschätzung etc...

Sie sehen, Basel II ist grundsätzlich kein Hexenwerk. Es erfordert jedoch vom Unternehmer, daß er sich um seine Zahlen und sein Unternehmer noch intensiver kümmert.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem nächsten Kreditgespräch.

Freitag, September 07, 2007

Suchmaschinentricks

Der Wunsch und das Problem ist allgegenwärtig. Wer im Internet gefunden werden will, muß in den Suchmaschinen nach Möglichkeit auf der ersten Seite - besser noch auf Platz 1 - stehen. Oftmals helfen schon kleine Veränderungen an der Homepage um im Listing der Suchmaschinen nach oben zu rutschen.

Die Verlinkung
Insbesondere für Google - die reichweitenstärkste Suchmaschine - sind Links von und zu themenrelevanten Seiten wichtig. Einen Gedanken wert sind auch immer Artikelverzeichnisse, auf denen man sich seinen eigenen themenrelevanten Content (und die nötigen Links) schaffen kann.

Die Technik
Nicht alles was schick, hipp und gerade 'in' ist, ist auch für die Suchmaschinenoptimierung zu gebrauchen. Gerade Flashnavigationen, dynamische URL's und Frames sind meistens das Aus für einen der Topplätze.

Suchbegriffe oder neudeutsch: Keywords
Sorgen Sie dafür, daß die wichtigsten Suchbegriffe für Ihr Webseiten-Thema häufig und in verschiedenen Kombinationen vorkommen. Suchmaschinen können nicht lesen, sondern nur vergleichen...

Der Inhalt
Content, Content, Content...
Wer sich bei seiner Webseite auf die Startseite beschränkt, liefert kein "Futter" für die Suchmaschinen. Deshalb: Schreiben bis die Finger bluten. Bilder sind kein Ersatz! Bilder kann die Suchmaschine nicht sehen.

Seitennamen
Wer die einzelnen Seiten seines Auftrittes nicht vernünftig benennt, verliert an Boden.
Richtig: http://www.example.com/meine_erste_tolle_idee.html
Falsch: http://www.example.com/1245_rfv_vw558.html

Under Construction
Das ist wohl der größte Schwachsinn. Damit gewinnt man keine Besucher, sondern schreckt sie ab. Dann lieber schon mal eine Kontaktadresse angeben, evtl. das Thema und die Produkte benennen und einen Hinweis darauf geben, daß in Kürze noch viel mehr folgt.

Versicherungsvermittler und die private Insolvenz

Wer als Versicherungsvermittler nicht mit gutem Beispiel vorangeht und seine eigenen finanziellen Dinge ordentlich regelt, läuft Gefahr, daß die Versicherungsgesellschaft seinen Vermittlervertrag kündigt. In einem Fall des OLG Hamm, wurde die fristlose Kündigung des Agenturvertrages durch den Versicherer bestätigt, weil der Agenturinhaber in private Insolvenz geriet.
Nach Ansicht des Gerichtes, ist durch das Bekanntwerden des finanziellen Desasters, das Verhältnis zwischen Kunde und Vermittler stark gestört. Diese Störung könnte auch die Reputation des Versicherers angreifen.
Die Argumentation des Insolvenzverwalters, daß die Einnahmen aus dem Agenturvertrag zur Regulierung des Schuldenstandes dienen, wischte das Gericht vom Tisch. "Wer andere in der Vermögensvorsorge berate, müsse selber ein Beispiel gelungener Vorsorge bieten", so das Gericht.

Mittwoch, August 29, 2007

So macht man PKV-Geschäft

Jeder will gesund sein. Jeder will mehr als die GKV einem bietet. Keiner will mehr Geld ausgeben. Ein Dilemma?
Nicht unbedingt, wie bereits viele private Krankenversicherungen erkannt haben. Besserer Versicherungsschutz bei gleichem Aufwand? Ist das möglich? In vielen Fällen: Ja.

Der Trick liegt in einem Wechsel der gesetzlichen Kasse. Jeder darf seine Kasse mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende kündigen. Und warum sollte man das tun? Die Preisunterschiede der gesetzlichen Kassen sind so gravierend, daß dort schnell mal 20-25 Euro im Monat eingespart werden können. Und für dieses Geld bekommt man auch schon einen privaten Versicherungsschutz für die Pflegeversicherung, die Zahnzusatzversicherung oder auch verbesserte Leistungen im ambulanten Bereich.
Vergleichen Sie einfach mal die Tarife der privaten Krankenversicherungen und sprechen Sie dann mit Ihrem zuständigen Makler über einen Kasselwechsel. Er wird Ihnen bestimmt einige Wege aufzeigen können.

Die Top-10 der VVG-Reform (Versicherungsvertragsgesetz)

Am 1.1.2008 tritt es in Kraft: Das neue Versicherungsvertragsgesetz (VVG). So hat es der Bundestag in seiner Sitzung vom 5.7.2007 beschlossen. Nunja, das Alte war ja auch schon rund 100 Jahre alt. Da kann man schon mal was Neues machen, oder?
Hier nun schon einmal die wichtigsten Änderungen, die das neue VVG bringen wird:

Beratungs- und Dokumentationspflichten des Versicherers
Nichts Neues? Doch schon: Bereits seit 22.05.2007 sind Versicherungsvermittler einer Beratungs- und Dokumentationspflicht unterworfen. Das neue VVG verpflichtet nun auch Versicherer ihre Beratungen entsprechend zu dokumentieren. Das gilt auch für Versicherer, die keine eigenen selbständigen Vermittler haben. Gleiche Rechte und Pflichten für alle. Es macht für den Kunden also keinen Unterschied, ob er zu einem freien Vermittler oder einen angestellten Mitarbeiter geht.

Vertragliche Obliegenheiten
Sollte der versicherte in Zukunft eine Obliegenheit verletzt haben, bedeutet dies nicht mehr zwingend den kompletten Verlust des Versicherungsschutzes. Das neue Gesetz sieht eine Abstufung nach den Kriterien 'Einfache Fahrlässigkeit', 'Grobe Fahrlässigkeit' und 'Vorsätzliche Verletzung' vor. Nur die vorsätzliche Obliegenheitsverletzung bedeutet auch weiterhin den Totalverlust des Versicherungsschutzes.

Das Policenmodell fällt weg
In Zukunft sind dem Kunden bereits bei Antragsstellung sämtliche Verbraucherinformationen auszuhändigen. Das dürfte schon einige besondere Schwierigkeiten für den Versicherungsvertrieb mit sich bringen. Noch schlimmer wird es allerdings, weil das neue VVG eine rechtzeitige Aushändigung der Unterlagen vor Antragsstellung verlangt. 'Rechtzeitig' ist ein rechtlich ziemlich unbestimmbarer Begriff. Hier werden wohl erst die Gerichte entscheiden, was denn nun 'rechtzeitig' ist. Z. Zt. kursieren Gerüchte, daß man von einer 'Rechtzeitigkeit' nur dann ausgehen kann, wenn zwischen Aushändigung der Unterlagen und der Antragsstellung mindestens drei Tage vergangen sind. Das bedeutet: Für jeden Vertrag mindestens zwei Termine mit dem Kunden vereinbaren...

Grob fahrlässig
Bisher war der Versicherer von der Pflicht zur Leistung frei, wenn er dem Kunden eine grob fahrlässige Herbeiführung des Versicherungsfalles nachweisen konnte. In Zukunft soll der Versicherer die Leistung nur noch um den Prozentsatz kürzen können, der dem Verschuldensgrad entspricht.

Kündigung von Versicherungsverträgen
Das neue VVG schafft ein unabdingbares Kündigungsrecht zum Ablauf des dritten Vertragsjahres. Grundsätzlich sollen jedoch die beiden Vertragspartner weiterhin eine freie Wahl der Vertragsdauer haben.

Die vorvertragliche Anzeigepflicht
Wonach der Versicherer nicht explizit schriftlich gefragt hat, ist uninteressant! Das Risiko für den Kunden, was er denn letzendlich wirklich angeben muß und was nicht, entfällt.

Die Unteilbarkeit der Prämie
Sie entfällt! Wird in Zukunft ein Versicherungsvertrag während des Vertragsjahres aufgehoben, muß der Kunde die Prämie auch nur bis zu diesem Tage zahlen.

Die vorläufige Deckung
Die vorläufige Deckungszusage wird Vertragsbestandteil, wenn Bezug auf die AVB genommen wird. Übrigens: Bisher war die vorläufige Deckungszusage nicht Bestandteil des alten VVG.

Nichtzahlung der Erstprämie
Der Versicherer kann nicht mehr vom Vertrag zurücktreten, wenn der Versicherungsnehmer den Zahlungsverzug nicht zu verantworten hat.

Verjährung
Die Verjährungs- und Ausschlußfristen werden dem Zivilrecht angepasst. D.h., es gibt eine einheitliche Verjährungsfrist von drei Jahren. Die alte Regelung, nach der der Kunde spätestens nach 6 Monaten Klage auf Versicherungsleistung führen musste, entfällt damit.

Das neue Versicherungsvertragsgesetz wird noch viel Arbeit mit sich bringen. Bis die ganzen neuen Regelungen in die IT-Systeme der Versicherer eingearbeitet sind, fließt noch viel Wasser den Rhein herunter. Es ist wohl auch zu befürchten, daß die Angebotsvielfalt der Produkte am Markt abnehmen wird. Die neuen Regelungen erschweren die Kalkulationsgrundlagen der Versicherer.

Freitag, August 24, 2007

BesteAuktion und Amprice heiraten

Die beiden Autionshäuser Amprice.de und Besteauktion. de fusionieren. Rückwirkend ab 01.01.2007 übernimmt die Amprice GmbH die BesteAuktion Internet KG. Beide Auktionshäuser waren bereits unter den TopTen der deutschen Auktionsplattformen vertreten. Durch den Zusammenschluß entsteht nun ein Portal mit rund 56.500 Mitgliedern, mehr als 25.000 Kategorien und 740.000 laufenden Angeboten.

Beide Auktionsplattformen ergänzen sich in ihren Angeboten perfekt und werden dadurch den Internetauktionshandel sicherlich in Zukunft bedeutend mitbestimmen.

Donnerstag, August 09, 2007

Ein Schritt nach vorn

Die MyWhitelist ist aus der Beta- in die Alphaphase übergetreten. Sicherlich: An manchen Stellen gibt es noch etwas zu drehen und zu schrauben, aber der Fortschritt ist ganz klar zu sehen und zu spüren.
Die Whitelist hat nur ein Ziel: Die Richtigen zu finden. Die, die zu einem passen. Die, auf die man sich verlassen kann. Die, die zu einem halten und mit denen man einfach gerne Geschäfte macht, weil man auch menschlich auf einer Linie liegt und in Sachen Haltung viele Gemeinsamkeiten hat. Die, auf die man sich freut.

Halten wir es mir dem irischen Sprichwort: Ein Fremder ist ein Freund, dem wir noch nicht begegnet sind.

Freitag, August 03, 2007

Ansichtskarten - Das Gemälde des kleinen Mannes?

Was man nicht alles Sammeln kann. Da gibt es Menschen, die sammeln mit Leidenschaft neue, ältere und ganz alte Ansichtskarten. Ich wollte es erst gar nicht glauben, weil wer schreibt den schon gerne Ansichtskarten... Aber die dann auch noch sammeln? Aufheben? Das ist doch Papiermüll, oder?
Und dann habe ich mich mal aufklären lassen und jetzt kann ich auch diese Faszination verstehen, die Ansichtskarten in sich tragen. Sie sind Zeitzeugen einer bereits vergangen Geschichte. Sie erzählen Geschichten. Sie zeigen Bilder aus einer Zeit, die niemand mehr kennt. Sie sind historische Dokumente.
Und nicht nur das: Während die Briefmarke die 'Aktie des kleinen Mannes ist, sind die Ansichtskarten die Gemälde des kleinen Mannes. D.h. sie stellen auch einen z.T. nicht unerheblichen Wert dar. Schnell werden einzelne Ansichtskarten auch mal mit 100,00 oder 200,00 Euro gehandelt. Einen recht interessanten Markt für Ansichtskarten findet man z.B. bei www.BesteAuktion.de. Dort werden doch regelmäßig rund 250.000 (!) Ansichtskarten angeboten.
Eine Riesenmenge, oder? Wer also ein bisschen Historie schnuppern will, sollte sich dort mal umschauen. Vielleicht schauen Sie einfach mal, ob es aus Ihrem Ort auch Ansichtskarten gibt. Und wahrscheinlich werden Sie dann feststellen, daß es auf diesen Karten Ansichten gibt, die es heute in Ihrem Ort gar nicht mehr gibt. Also ein echtes Stück Geschichte.

Freitag, Juli 27, 2007

Heute schon gedopt?

Irgendwie habe ich in diesen Zeiten das Gefühl, daß man nicht richtig dazu gehört, wenn man nicht täglich mindestens eine Portion Testosteron einwirft, sich frisch püriertes Eigenblut spritzt oder besser noch den eigenen Lebenssaft mit tierischen Körperflüssigkeiten verdünnt.

Geht es Euch genauso?

Aber man muß ja nicht bei jedem Hype mitmachen, oder? ;-)

Aber mal ehrlich. Wie ist es zu verstehen, daß sich Spitzensportler immer wieder dazu hinreißen lassen irgendwelche verbotenen Stoffe einzuwerfen? Da dopt sich ein Radsportler morgens vorm Start der schwierigen Bergetappe, rast dann voller Elan aufs Siegertreppchen - wohlwissend, daß er jetzt seinen Urin abgeben darf - und wundert sich dann das er auffliegt... Ziemlich suspekt, oder?

Die einzige Erklärung die mir dazu einfällt: Mit der Einnahme der Dopingmittel geht auch eine Art Realitätsverlust einher. Das muß wohl eine ähnliche Reaktion sein, wie bei dem Fußballtrainer, der sich fleißig weißen Schnee durch die Nase zieht und dann den Ermittlungsbehörden einen Teil seines Haupthaares zu Testzwecken zur Verfügung stellt.

Es wird wohl immer Dinge geben, die sich mir nicht richtig erschließen. Wir leben schon in einer komischen Zeit.

Montag, Juli 23, 2007

Harry Potter Mania

Wer versteht es? Wer erklärt es mir? Wer zeigt mir den 'Zauber'?
Seit neustem ist der neue und wohl auch letzte Band der Harry Potter Saga in den Buchhandlungen zu erwerben. Tausende von Menschen campieren nächtelang vor den Buchhandlungen um eines der ersten Exemplare zu erwischen. Nicht nur das sie sämtliche Witterungen über sich ergehen lassen, nein, sie verkleiden sich auch noch um ihrem Idol am nächsten zu sein.
Wer und warum tut sich so etwas an? Was ist das Besondere an diesem kleinen, häßlichen Zauberlehrling? Klappt es wirklich? Hat Harry Potter die Menschheit verhext? Oder gibt es noch ein kleines, entferntes Dorf in Gallien (oder sonstwo), daß sich der Harry Potter Mania entzieht?

Fragen über Fragen, die für mich wohl nie vernünftig beantwortet werden können.

Montag, Juli 16, 2007

MyWhitelist - Eine Idee nimmt Formen an

Manchmal sind Ideen so verrückt, daß sie funktionieren können.
Es begann am 07.07. um 17:17 Uhr. Auch ein bisschen verrückt, oder? Tausende haben an diesem Datum geheiratet; Christof Hintze und Andreas Tasch aber haben in diesem Moment ihr Baby aus der Taufe gehoben.
Aber was soll daran schon verrückt sein? Nun, kennen Sie ein Businessempfehlungstool das auf Emotionen beruht? Wahrscheinlich nicht, aber genau das ist MyWhitelist. Ein Empfehlungstool, das Menschen zusammen bringt, die zusammen gehören. MyWhitelist basiert ausschließlich auf Werten wie Freundschaft, sehr guter Bekanntschaft, Sympathie, Bewunderungund hoher Wertschätzung. "Sich gut riechen können" drückt die starke Verbundenheit von Gleichgesinnten aus.
Ob es funktionieren kann? Nun, eine Userin berichtet bereits am 09.07. von sechs (!) werthaltigen Anfragen, die über MyWhitelist generiert werden konnten. Ein Einzelfall? Sicher zu diesem frühen Zeitpunkt, aber lassen Sie uns schauen, wie sich die Zukunft entwickelt. Jedes Baby braucht Zeit um Laufen zu lernen...
Ich wünsche MyWhitelist auf jeden Fall alles Gute und den Usern viele gute Erfahrungen.

Dienstag, Juni 12, 2007

K.O. durch schlechte Zahlungsmoral

Sie wollen nicht K.O. gehen? Dann sorgen Sie für eine gute Zahlungsmoral in Ihrer Kundschaft. Jeden Tag sterben gute Unternehmen, weil die Zahlungsmoral ihrer Kunden sie in existentielle Liquiditätsengpässe bringt.

Nur Sie als Unternehmer können durch ein professionelles Forderungsmanagement gegensteuern. Und: Das Forderungsmanagement beginnt nicht erst, wenn zu spät ist! Mit dem Forderungsmanagement müssen Sie sich schon befassen, bevor Sie Ihren potentiellen Kunden überhaupt kennen.

Bitte machen Sie sich Gedanken zu Ihrem Forderungsmanagement: nicht morgen, nicht heute sondern JETZT!

Mittwoch, September 27, 2006

Aus OpenBC wird Xing

Wie durch die detektivische Leistung eines Bloggers jetzt vorzeitig bekannt wurde, wird die bekannte Businesscommunity OpenBC umbenannt in Xing.

Seitdem diese Information durchgesickert ist, hagelt es Gerüchte und Kritik von allen Seiten. Hier kurz die offizielle Information des OpenBC CEO´s Lars Hinrichs:

Dear all,

vielen Dank für Ihre angeregte Diskussion. Sowohl das negative, als auch das positive Feedback ist mir sehr wichtig. Sie nehmen als aktives für openBC/XING eine entscheidende Rolle ein: Sie beleben die Plattform, schaffen Mehrwerte für die anderen Nutzer und natürlich auch für sich selbst.

Als ich mit openBC angefangen habe, war es eine 1 Mann Firma mit 4 externen Programmierern. Heute, fast 3 Jahre später, sind wir in Hamburg fast 50 Mitarbeiter mit 17 unterschiedlichen Nationalitäten und auch epublica ist keine GbR mehr, sondern eine 15 Mitarbeiter starke GmbH.

Allzu viel kann und möchte ich der geplanten Kommunikation jetzt nicht vorweg nehmen. Es ist allerdings richtig, dass ich Sie so schnell wie es mir möglich ist, Sie weiter in die Kommunikation mit einbeziehe.

Unglücklicherweise wir bei den umfassenden Namensanmeldungen die WIPO (World Intellectual Property Organization) übersehen, die eine Suche nach Rechteinhabern zulässt. Remo Uherek hat in perfekter Detektiv Arbeit alle notwendigen Puzzles zurechtgelegt und so den Namen bereits vorab kommuniziert.

Warum der Name XING?

Wir bauen auf einen Namen, der im internationalen Wettbewerb funktioniert und bestehen kann. Im Chinesischen hat er eine tolle Bedeutung ("can do", "es ist möglich"), für uns Europäer ist er einfach, kurz und prägnant und auch im Englischen liegt die Bedeutung auf der Hand.

Der Name muss in vielerlei Hinsicht einfach sein. Wer erinnert sicher noch an AuctionWeb oder vielleicht Cadabra? Beide Firmen waren sehr erfolgreich, jedoch haben die jeweiligen Besitzer mit Hilfe des eines Namenswechsels zwei extrem erfolgreiche Marken aufgebaut: Ebay und Amazon. Wollen wir so hoch hinaus? Ich denke, es wäre vermessen das zu behaupten. Wir wollen wachsen, keine Frage.

Damit wir das tun können, müssen wir die bestehende Plattform und die Marke weiter entwickeln - und haben jetzt die einmalige Möglichkeit diese Chance zu ergreifen und auch zu nutzen. Wir werden sehr wahrscheinlich bereits Ende November mit dem neuen Design, verbesserter Nutzerführung unter dem neuen Namen XING an den Start gehen.

Wir haben openBC als Markennamen weltweit geschützt, jedoch sehen wir vermehrt CopyCats, die gewollt oder ungewollt auf der „BC“-Welle mitschwimmen (wollen). Uns wird es somit langfristig in die Situation bringen, mit dem jetzigen Namen kein klares Markenprofil aufzubauen. So gut er auch im deutschsprachigen Raum funktioniert, der Name ist mit dem was er zukünftig leisten kann bzw. soll limitiert.

Haben wir uns den neuen Namen ganz alleine ausgedacht?

Ja und nein. Die Idee zu dem Namen kam bereits 2003 während eines Gespräches zwischen Bill Liao und seiner Mutter auf, wir suchten jedoch den richtigen Zeitpunkt für den Launch. Mittlerweile konnten wir uns die Rechte, sowie die entsprechenden Domains erwerben. Bei der Entwicklung der Marke hat uns Thomas Gad (http://www.openbc.com/hp/thomas_gad) unterstützt, der unter anderen die Marken Nokia, SAS International entwickelt hat.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Eigentlich haben wir geplant, unsere Mitglieder am Donnerstag mit einer umfassenden Kommunikation zu überraschen. Mit einigen Interviews und Blog-Einträgen haben wir den Weg über die letzten Monate und Wochen bereits etwas ebnen können.

Mit direkter Kommunikation, Blog-Einträgen, Pressemitteilungen und der Microsite auf www.xing.com - die erste Blicke auf die neue Plattform zulässt - werden wir diese Woche im Dialog bleiben.

Bedenken Sie bitte immer, dass wir insbesondere in diesem Fall Wert darauf legen, alles in 16 Sprachen und zielgruppenorientiert zu kommunizieren.

Wir, stellvertretend durch Silke Schippmann und Justin Jowett, stehen mit Ihnen im Dialog. Nur durch diesen Dialog können wir bestehende Prozesse optimieren und die Plattform spürbar verbessern.

Gruss, Lars Hinrichs
Diese Stellungnahme von Lars Hinrichs hat aber die ganze Diskussion wohl eher noch angeheizt anstatt sie zu besänftigen. Neben vielen kontroversen Meinungen im Bezug auf den neuen Namen, der offensichtlich auch in der chinesischen Aussprache zu unterschiedlichen Deutungen führt, wird insbesondere über die Frage diskutiert inwieweit OpenBC wirklich noch 'open' ist.
Von einer offenen Kommunikation zwischen den Betreibern und Usern kann man in diesen Fall wohl wirklich nicht mehr sprechen.
Nunja, letztendlich bleibt uns in diesem Fall nur abzuwarten, wei sich diese Geschichte weiterentwickelt. Ich persönlich hoffe, daß der Grundgedanke einer reinen Businesscommunity erhalten bleibt...

Freitag, September 22, 2006

Mietfactoring - Eine Lösung

Mietnomaden sind die Geißel der Vermieter. Der Eigentümerverband Haus-und-Grund berichtet von über 2 Mrd. Euro Mietrückständen. Die aktuelle Tagespresse berichtet fast täglich über Mietnomaden und Mietbetrüger.

Eine Lösung für dieses Problem ist das Mietfactoring, dass Ihnen das Vermieterrisiko abnimmt. Und das nicht nur für große Immobiliengesellschaften sondern auch für den Privatvermieter.

Das Mietfactoring übernimmt das Ausfallrisiko der Miete und im Ernstfall auch die Räumungs- und Renovierungskosten der Immobilie. Selbstverständlich gehört auch eine umfassende Bonitätsprüfung des Mieters zum Aufgabenbereich des Factors.

Die Vorteile des Mietfactoring liegen auf der Hand: Der Vermieter erhält regelmäßig und sicher seine Mieteinnahmen. Der Stress im Umgang mit den Mietern verbleibt beim Factor und die Kosten können steuerlich geltend gemacht werden.

Wenn der Gesetzgeber schon keine handfesten Lösungen gegen Mietnomaden bereit hält, ist das Mietfactoring sicher eine überdenkenswerte Hilfestellung gegen diese Geißel der Vermieter.

Montag, Juli 17, 2006

Krieg im Libanon

Die Geschichte wiederholt sich. Die Dummheit stirbt nicht aus.

Bereits im Jahre 1982 marschierten israelische Truppen in den Libanon. Damals um die PLO aus dieser Region zu vetreiben. Fast 20 Jahre und unzählige Tote später, mußten die Israelis das Feld räumen.
Und heute beginnt der Wahnsinn wieder. Haben die Israelis nichts gelernt? Wieder sterben Unschuldige, wieder wird Hass gesät und wieder eine Militäraktion die nichts als Tränen hinterlassen wird. Auf beiden Seiten!

Schon jetzt, wenige Tage nach Beginn der Militäraktion, stellt sich doch die Frage: Wer hat diese Aggression begonnen? Wer war zuerst da: Das Huhn oder das Ei? Die Israelis begründen die Militäraktion mit der Entführung Ihrer Soldaten und des Katjuscha-Raketenbeschusses von Nordisrael. Aber war der Raketenbeschuss nicht erst die Gegenreaktion auf die unverhältnismäßige Militäraktion von Israel? Darf man ein Land niederbrennen, nur weil man dort die Entführer von zwei Soldaten vermutet? Der Krieg kostete bis heute im Libanon 196 Menschen das Leben, in Israel 24. Sind 120 Tote noch verhältnismäßig?

Sorry liebe Israelis, aber mit Militäraktionen kann man keine Regionen befrieden. Ihr könnt noch soviele Bomben abwerfen und Raketen abfeuern, Frieden schafft man nur ohne Waffen. Alle Militäraktionen dieser Art sind gescheitert:

  • die Russen in Tschechenien
  • die Amerikaner in Afghanistan
  • die Amerikaner im Irak
  • ihr im Libanon
  • u.v.m.

Schade, daß Ihr aus diesen Geschichten nichts gelernt habt.

Nicht, daß man mich hier mißversteht: Nicht nur Israel, sondern auch die Hisbollah, die Hamas, die PLO und alle anderen Aggressoren haben Schuld auf sich geladen. Fragt Eure Völker, ob sie Söhne und Töchter, Mütter und Väter sterben sehen wollen. Und sollte die Antwort - wie ich erwarte - 'NEIN' lauten, setzt Euch zusammen an einen Tisch und löst Eure Kontroversen wie erwachsene Menschen.

Mittwoch, Juni 28, 2006

Bruno der Braunbär ist tot

Der in den letzten Wochen durch Bayern und Tirol streunende Braunbär ist erschossen worden. Nun soll er ausgestopft werden und im 'Museum für Mensch und Natur' ausgestellt werden. Schade, daß wir Tiere erschiessen müssen um sie dann der Nachwelt im Museum zeigen zu können. Meines Erachtens sollte sich dieses Museum schämen, wenn es den Bären wirklich ausstellt. Ein Museum, daß sich 'für Mensch und Natur' nennt, sollte soviel Rückrat beweisen und den verwerflichen Abschuss dieses Bären nicht auch noch unterstützen, bzw. davon profitieren wollen.

Angeordnet wurde der Abschuß des Bären von dem - mit offensichtlicher Unkenntnis geschlagenen - Umweltminister aus Bayern. Aus dessen Hause wurde aus einem ganz normalen Wildtier ein Problem- oder Risikobär gemacht. Nach meiner Kenntnis hat sich Bruno nicht ein einziges Mal gegenüber einem Menschen gefährlich gezeigt. Weshalb ist er dann ein Risikobär? Weil er Schafe und Hühner tötet? Das liegt doch wohl in der Natur dieses Tieres und stellt keine Abnormität dar.

Für den bayrischen Umweltminister scheint nur das zu Umwelt und Natur zu gehören, was er selber einrichten und beeinflussen kann. Nur so sind offensichtlich die Angebote und Hinweise auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz zu verstehen. Dort beschränkt man sich zum Thema 'Freizeit und Natur' hauptsächlich auf das Ausweisen von Radwegen, Geo-Lehrpfaden, Gartenschauen und Urlaub auf dem Bauernhof.
Herr Minister Schnappauf, wenn das Ihr Verständnis von Natur ist, empfehle ich Ihnen:

Nehmen Sie Ihren Hut!

Viel besser hätte sich auf dieser Website der Hinweis darauf gemacht, daß längst in Deutschland ausgestorbene Wildtiere wieder eine Heimat in Deutschland finden. Damit hätten Sie sich ein Denkmal als Umweltminister setzen können Herr Schnappauf.
So aber, haben Sie sich bis auf die Knochen blamiert und sollten sich dafür schämen.

Montag, Mai 22, 2006

Sind streikende Ärzte Mörder?

Rechtlich betrachtet sicher nicht. Obwohl einige Merkmale des Mord-Begriffs auf streikende Ärzte übertragbar sind.
§ 211 (2) StGB sagt zu Mord:
Mörder ist,
wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
einen Menschen tötet.

Nun stelle ich mir vor, daß nur ein einziger Patient vorzeitig ableben muß, weil ein paar Ärzte meinen, eine Gehaltserhöhung von 30% durch Streiks durchsetzen zu müssen. Damit dürfte Tatbestand der Habgier auf jeden Fall erfüllt sein. Natürlich wird man keinem Arzt Heimtücke oder Grausamkeit nachweisen können und damit fällt der Vorwurf des Mordes aus rechtlicher Sicht auch schon. Unter rein moralischen Gesichtspunkten betrachte ich das allerdings etwas anders. Ich frage mich, wie ein Arzt mit dem Gefühl umgeht, zu wissen, daß ein Mensch gestorben ist, weil er pfeifend und Plakate tragend durch die Stadt gezogen ist.

Mir ist klar, daß der Titel und die Einführung dieses Postings recht provokativ sind. Ich erwarte aber, daß die streikenden Ärzte sich auch mal wieder auf das besinnen, weshalb sie diesen Beruf gewählt haben. Vielleicht sollte jeder streikende Arzt sich einfach nochmal 5 Minuten Zeit nehmen (die haben sie ja jetzt...) und sich den Hippokratischen Eid bzw. das Genfer Gelöbnis zu Gemüte führen.
So heißt es unter anderem dort:

Ich werde meinen Beruf gewissenhaft und würdig ausüben...
Die Gesundheit meines Patienten wird meine erste Sorge sein...
Ich werde das menschliche Leben von der Empfängnis an bedingungslos achten...

Nirgendwo konnte ich einen Zusatz lesen, der so ähnlich lautete wie :

... nur solange das Geld stimmt...

Ich kann verstehen, daß einige Ärzte mit ihrer beruflichen und finanziellen Situation nicht zufrieden sind. Dies rechtfertigt aber m. E. nicht, daß auch nur ein einziger Patient länger leiden muß oder aufgrund einer verschlechterten Versorgung nur einen einzigen Tag früher verstirbt.

Raser und Drängler auf deutschen Autobahnen

Wer kennt sie nicht, die ständigen Drängler und Raser auf unseren Autobahnen. Sicherlich hat jeder eine Geschichte über diese "Verrückten" zu erzählen. Nicht das ich ich ein Kind von Traurigkeit wäre, wo es geht bin ich auch gerne mit 200 und mehr km/h unterwegs, aber Drängler sind m. E. eine Katastrophe für unseren Straßenverkehr. Ich kann zwar deren "Anliegen" verstehen, aber die Gefahren denen sie sich und anderen aussetzen wiegen eine minimale Zeitersparnis einfach nicht auf. Natürlich nervt auch mich die ständig steigende Verkehrsdichte, rechte Fahrbahnen die mit unzähligen LKW´s verstopft sind und Verkehrsteilnehmer die mit stoischer Ruhe die linke Fahrbahn blockieren, weil sie glauben sie wären der Nabel der Welt. Aber nichts davon entschuldigt die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer!
Das die Bundesregierung nun allerdings die Bußgeldandrohungen weiter in die Höhe schrauben will, bringt m.E. garnichts. Solange nicht auch entsprechend kontrolliert wird, sind solche Maßnahmen zum Scheitern verurteilt. Wir brauchen keine höheren Strafen, sondern Kontrollen, die die bestehen Regelungen effektiv umsetzen.
Lösungen für einen verbesserten Verkehrsfluss liegen nicht in Bußgeldkatalogen, sondern in einem Ausbau unseres Straßennetzes und einer wettbewerbsorientierten Förderung des Schienenverkehres.

Dienstag, März 07, 2006

Werden wir Fußballweltmeister?

Ehrlich gesagt ich weiß es nicht. Aber wissen kann es zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich auch noch niemand.
Mit Verwunderung stelle ich aber zur Zeit fest, wie wichtig dieses Thema offensichtlich von vielen Leuten genommen wird. Da wird ein Bundestrainer Jürgen Klinsmann von der Presse und einem ganzen Haufen angeblicher Experten - allen voran der "Kaiser" Franz Beckenbauer - sprichwörtlich niedergeknüppelt, weil die von ihm betreute Mannschaft ein Fußballspiel verloren hat. Da sind nach einem verlorenen Spiel alle vorhergehenden Erfolge vergessen. Dieses eine Spiel läßt angeblich Rückschlüsse auf die mageren Chancen der Mannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft zu.
Und nicht die ganzen Sportexperten "treiben hier eine Sau durchs Dorf", sondern auch eine ganze Reihe Politiker muss sich jetzt in Dinge einmischen, die sie für populär halten. Ein schönes Zitat hierzu vom Grünen-Vorstandsmitglied Omid Nouripour:
"Es ist kaum erträglich, wie einzelne Abgeordnete sich ohne jede Qualifikation in Dinge einmischen, die sie für populär halten. Hier gelte das weltmeisterliche Sprichwort: Schweigen ist Gold!"

In wohl keinem anderen Land der Welt wird derartig verbissen, polemisch und ungerecht mit verantwortlichen Managern und Trainern umgegangen. Ich vermute, daß es bei uns an der typisch deutschen Perfektion liegt, daß wir garkeine andere Möglichkeit als den Gewinn der Weltmeisterschaft in Betracht ziehen. Ich mag mich ja täuschen, aber die Hoffnung auf den Pokal haben auch noch eine ganze Menge weiterer Mannschaften.
Wir Deutschen sollten uns viel mehr darauf besinnen, daß das Ganze nur ein Spiel ist. Der Beste soll gewinnen. Und wenn man sich das Motto der Spiele "Zu Gast bei Freunden" genauer betrachtet, kann man einen unserer Gäste sicher zu einem Freund machen, indem man ihm den Titel schenkt. Stellt Euch mal vor, wir werden Weltmeister. Was sollen denn dann unsere Gäste denken? Meine Oma hat immer gesagt: Den Gast läßt man gewinnen...

Obwohl, es wäre schon schön, wenn "wir" wieder Weltmeister werden. "Wir" sind ja auch schon Papst. "Wir" sind Exportweltmeister.

Wir sind Deutschland!
Und nicht nur Du und Ich!

Vielleicht werden wir auch Fußballweltmeister... ;-)